Ansicht Stade
Foto: Emanuele Torti
Christian Dimker, Foto: Emanuele Torti
Übergabe "Tractatus II" im Stadtarchiv
(Foto: von Borstel)

Christian Dimpker, Komponist - Frühsommer 2017


Von Mitte April bis Mitte Juli 2017 bewohnt das Pförtnerhaus Herr Christian Dimpker als Stipendiat der Kulturstiftung Stade.

Christian Dimpker wurde 1982 in Hamburg geboren. Er ist Komponist und Musiktheoretiker. Dimpker hat Philosophie, Geschichte und Sound Studies studiert. Zudem besitzt er einen Doktortitel in der Musikwissenschaft/Komposition. Dimpker arbeitet als Komponist, Notensetzer, Autor und Dozent in Berlin.

Seine Komposition erforschen unkonventionelle Bereiche der Notation. Um dazu in der Lage zu sein hat er ein weitreichendes Notationssystem für erweiterte instrumentale Spieltechniken und die elektroakustische Musik entwickelt.

Die Abhandlung mit dem Titel Extended notation: The depiction of the unconventional wird vom LIT Verlag herausgegeben. Dimpker hat zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien für seine Arbeit bekommen. Er war Composer in Residence am SWR Experimentalstudio, im St. John’s Smith Square London und im Künstlerdorf Schöppingen sowie Preisträger des Tonali-Kompositionswettbewerbs. Zudem hat er als Notensetzer u. a. Helmut Lachenmanns Schreiben für Breitkopf & Härtel gesetzt sowie Musiktheorie in Großbritannien, Deutschland und Hongkong gelehrt.

 

Ende des Aufenthalts. Christian Dimpker überreicht Komposition (Tageblatt, 15.07.17, von Borstel).


Im Anhang finden Sie ein Portrait sowie einen Ausschnitt aus seinem letzten Werk Streichquartett II “MikrosKopie” als pdf-Datei.

Erfahren sie mehr über Christian Dimpker unter http://christiandimpker.de oder http://musicengraving.de


Vortrag am Athenaeum, 13.06.2017

Christian Dimker im Athenaeum

Musik ohne Töne?

Moderner Komponist zu Gast im Athenaeum
Stipendium der Stader Stiftung für Kultur und Geschichte

Von Athe-Reporterin Hanna Tiedemann

 

Herr Dr. Christian Dimpker, ein Stipendiat der Stader Stiftung für Kultur und Geschichte, ist ein Komponist der unkonventionellen Musik. Auf dem Weg dorthin studierte er erst Philosophie, Musikgeschichte und Amerikanismus. Schließlich fand er mit seinem Studiengang „Sound Studies“ an der UdK in Berlin den Weg zurück zur Musik, welchen er als Jugendlicher mit computererzeugter Musik begonnen hatte. Im Rahmen seiner Doktorarbeit schrieb er über zweieinhalb Jahre ein Buch, in dem er eine völlig neue Notationsweise dokumentiert, die im Gegensatz zur konventionellen, also tonreichen, Musik überwiegend aus Geräuschen besteht. Diese Notationsform präsentierte er am Dienstag zwei Schulklassen des Athenaeums Stade unter der Leitung von Herrn Veit. Er verwendet sie auch für seine eigenen Stücke, die er nach der Definition der Klanggruppen und dem Festlegen der Spieltechniken größtenteils intuitiv komponiert, wobei er seriell-aleatorische Techniken verwendet. Die zugegebenermaßen eher ungewöhnliche Musik, die dabei entsteht, stellt für ihn einen Weg dar, neue Erkenntnisse über die Welt zu erlangen und sein theoretisches und praktisches Wissen zu vereinen. Am Donnerstagabend um 19:30 Uhr ist dieser mal andere Zugriff auf die Musik in der Seminarturnhalle in Stade zu genießen.

 

Bericht als pdf-Datei


Konzert in der Seminarturnhalle, 15.06.2017

Einladung, Pressetext:

Die Stader Stiftung für Kultur und Geschichte-von Bürgern für Bürger  (www.kulturstiftung-stade.de) präsentiert mit dem Komponisten Christian Dimpker die  "Stader Uul 2017 "der Öffentlichkeit.

Sehen Sie die nachfolgende Pressemitteilung bitte nicht nur als Information sondern gleichzeitig als Einladung zu einem ganz besonderen Konzertabend in der Seminarturnhalle am Donnerstag,den 15.Juni ab 19,30 Uhr. Alle Beteiligten freuen sich auf Ihr Erscheinen.

Es grüßt der Stiftungsvorstand

 

 

Einladung, Rundschreiben von Jochen Brockmann, KJM:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 15. Juni ist die Seminarturnhalle in Stade der Ort, an dem die „Stader Uul“, der  für drei Monate in Stade lebende Komponist Christian Dimpker, zum ersten Mal zu hören sein wird.

In einer Kooperation der Kulturstiftung Stade mit dem Verein MusikConTakte eV.  wird es eine Uraufführung am Flügel in der Seminarturnhalle geben.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30h, die Karten kosten 14 Euro, für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei. Im Eintrittspreis ist ein Getränk nach Wahl enthalten.

Die Pianistin Hanni Liang aus Hamburg, gleichzeitig Geschäftsführerin der „Tonalisten“, einer gemneinnützigen Agentur des bekannten Hamburger TONALi-Wettbewerbs, wird mit dem TONALi-Preisträger Tae-Min Hyun von 2015 Christian Dimpkers Werk uraufführen.

Die „Stader Uhl“ wird umrahmend mit einem Vortrag unter anderem mit Kangbeispielen von John Cage. in sein Werk einführen, während sich die beiden Pianisten mit jeweils einem klassischen Werk vorstellen.

 Das Publikum darf gespannt sein: bei Dimpkers Werk handelt es sich um Interventionen für Konzertflügel zu vier Händen - ein klangfarbenreiches und geräuschhaftes Stück, das durch eine Vielzahl verschiedener Spieltechniken zweier Spieler am Flügel gestaltet wird - im Innenraum mit den Händen und teilweise auch unter Einsatz von Gegenständen, sowie an den Tasten. Die Klanglichkeit des Stücks entsteht durch eng aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel der beiden Spieler (an den Tasten und im Innenraum). Viele Klänge werden tatsächlich in simultaner Zusammenarbeit der beiden Spieler von den entgegengesetzten Seiten des Flügels aus gemeinsam erzeugt. Durch diese Art des Zusammenspiels werden teilweise Töne und Geräusche erzeugt, die ein einzelner Spieler am Flügel nicht spielen könnte. Weitere Erläuterungen finden sich auf der Datenbank Neue Musik (s. Link unten). Revidiert wurde das Stück nachdem die Entwicklung eines Notationssystems für unkonventionelle erweiterte Spieltechniken abgeschlossen war. Die Revision war ausführlich, bezieht sich aber vor allem auf die Notationsmethoden und nicht den Inhalt des Stückes.

 Hanni Liang wird sich vorstellen mit „Variations sérieuses“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Ihr pianistischer Partner Tae-Min Hyun interpretiert con Claude Debussy „Estampes“ und „Pagodes“ sowie als virtuoses Klavierwerk die C-Dur Etude op.10/1 von Frederich Chopin.

Die Veranstaltung wird unterstützt durch die „Wohnstätte Stade eG“ und durch die Stadt Stade.

Bei Fragen rufen Sie mich gerne an:

Jochen Brockmann

0151 – 275 48 795

Veranstalter: Stader Stiftung für Kultur und Geschichte, Steile Straße 11, 21682 Stade.

In Kooperation mit: elsa-klassik kulturmanagement, Harburger Straße 23, 21680 Stade.

 

Hier finden Sie die Konzertaufnahme.

Abschließend die Konzertbesprechung von Wolfgang Stief, Stader Tageblatt 17.06.2017.